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Haarausfall: Viele Männer fürchten den Kahlschlag. Wann ist Haarausfall krankhaft und bedarf einer medikamentösen Behandlung? Wann ist der Haarverlust ganz im Sinne der Natur?
Die Angst vor dem Kahlschlag ist, neben der Angst vor Impotenz und der Angst vor Arbeitslosigkeit, eine der meistgepflegten Ängste unter deutschen Männern.
Was viele dabei nicht wissen: der gesunde Mensch verliert pro Tag circa 50 bis 100 Haare; dies gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Haarverlust ist also ganz natürlich und muss – insofern er in diesem gesunden Maß auftritt – keinerlei Bedenken verursachen.
Frauen bleiben verschont
Die Ursache für den Haarausfall, also den Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag, liegt in den Genen und wird mit dem X-Chromosom durch die Mutter weiter vererbt.
Nichts desto trotz, Haarausfall trifft vorwiegend Männer und das weibliche Geschlecht bleibt weitgehend verschont. Die Ursache für diese ungleiche Geschlechterverteilung ist das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches das Haarwachstum beeinträchtigt.
Dieses, für den Ausfall der Haare am Oberkopf verantwortliche DHT, stellt ein Abbauprodukt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron dar und kann anhand verschreibungspflichtiger Enzymhemmer eingedämmt werden.
Nervenverlust bedeutet Haarverlust
Zeigt sich beim Mann hingegen ein kreisrunder Haarausfall am Hinterkopf, kann eine Überreaktion des Immunsystems die Ursache sein. Aufgrund einer Stressreaktion oder körperlicher Erkrankung „erkennt“ das Immunsystem mitunter die Haarzellen fälschlich als Fremdkörper und versucht sich dieser zu entledigen.
In jedem Falle empfiehlt es sich zunächst einen Facharzt zu konsultieren und die genaue Ursache des Problems zu ergründen. Im Speziellen bei kreisrundem Haarausfall wachsen die Haare wieder nach – vorausgesetzt das Immunsystem befindet sich (wieder) im Gleichgewicht.
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